Karin Keller-Sutter und Reto Lipp: Ist das Interview echt?

Aktualisiert am 5. November 2026 · 2 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. Was wir erfasst haben
  2. Was Behörden und Medien sagen
  3. So läuft der Betrug ab
  4. So prüfen Sie es

Wir haben keine verlässliche Quelle gefunden, nach der Karin Keller-Sutter, Thomas Jordan oder Reto Lipp eine Anlageplattform empfehlen. Gefunden haben wir dagegen Anzeigen, die diese Namen benutzen, um Menschen in der Schweiz auf betrügerische Plattformen zu locken.

Wenn Sie nach dem Video oder Artikel hier gelandet sind: Geben Sie keine Daten ein und überweisen Sie kein Geld. Falls das schon passiert ist, finden Sie die nächsten Schritte unten auf dieser Seite.

Was wir erfasst haben

Zwischen dem 26. Oktober und dem 5. November 2026 haben wir in der Schweiz 7 Anzeigen mit mindestens zwei dieser Namen erfasst: Karin Keller-Sutter, Thomas Jordan, Reto Lipp, Urs Gredig und Sandro Brotz. Sie führten zu fünf Plattformen:

Der Name der Plattform wechselt ständig, die Geschichte bleibt gleich. Deshalb reicht es oft nicht, nur nach dem Namen zu suchen.

Was Behörden und Medien sagen

So läuft der Betrug ab

  1. Eine Anzeige deutet ein Interview oder eine Sendung an, die angeblich nicht gezeigt werden sollte.
  2. Eine Seite, die wie ein Nachrichtenportal aussieht, erzählt die Geschichte und nennt eine Plattform.
  3. Ein Formular fragt nach Name, E-Mail und Telefonnummer.
  4. Kurz darauf ruft ein «Berater» an und verlangt eine erste Einzahlung.

So prüfen Sie es

  • Suchen Sie die Sendung auf der offiziellen Website des Senders. Gibt es sie nur in einer Anzeige, ist sie nicht echt.
  • Prüfen Sie die Adresse der Seite: Ein grosses Medium veröffentlicht nicht auf einer unbekannten Domain.
  • Misstrauen Sie garantierten Gewinnen und jeder ersten Einzahlung «zum Start».
  • Prüfen Sie vor jeder Überweisung, ob der Anbieter zugelassen ist.
Wöchentliche Zusammenfassung der betrügerischen Anlageplattformen, die wir in Anzeigen in sozialen Netzwerken entdecken.Zum Bericht dieser Woche →

Schon registriert oder bezahlt?

  1. Zahlen Sie nichts mehr, auch wenn „Steuern“ oder „Gebühren“ für die Auszahlung verlangt werden.
  2. Rufen Sie noch heute Ihre Bank an: Karte sperren und eine Rückbuchung (Chargeback) oder einen Überweisungsrückruf beantragen. Je früher, desto besser.
  3. Installieren Sie nichts, was verlangt wird (AnyDesk, TeamViewer…). Falls doch, deinstallieren Sie es und ändern Sie Ihre Passwörter.
  4. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und informieren Sie die Aufsichtsbehörde. Bewahren Sie Screenshots, E-Mails und Telefonnummern auf.
  5. Vorsicht vor „Geld-zurück“-Firmen, die Ihnen gegen Vorauszahlung die Rückholung versprechen: Fast immer ist das ein zweiter Betrug.

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Ratgeber zu Anlagebetrug